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"Wegen" oder "trotz" Corona: Die virtuelle Radrenn-Serie auf Zwift

Am Samstag 13.03.2021 endete die zweite Auflage der ZTS Racing League. Eine virtuelle Rennradserie für Triathleten ins Leben gerufen vom Tri Team aus Hamburg.

Das Interesse war deutschlandweit sehr groß und das sicher nicht allein wegen des Lockdowns. E-Cycling ist stark im Kommen, Smart Trainer (die Rollentrainer 2.0) gefühlt seit Monaten ausverkauft. Trotzdem registrierten sich 200 Frauen und 600 Männer, zumeist für ihre 98 Heimatteams.

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Die Rennserie wurde auf der E-Sports Plattform „Zwift“ ausgetragen. Im Zwei-Wochen-Rhythmus traten die Teams in verschiedenen Ligakategorien an. Es galt 8 Rennen mit insgesamt 241,1km/ 2.931 hm zu absolvieren. Jedes Team durfte 10 Athleten melden und alle 10 durften auch pro Rennen starten. Ähnlich wie im Triathlon wurden jedoch nur die besten 3 Fahrer pro Rennen gewertet.

Für die Damen des Mey Post-SV Tübingen starten in der Kategorie „Landesliga“: Pia Kummer, Monika Wensing, Julia Anders und Ilsa Beig. Alle brachten starke Leistungen, doch konnten in der Gesamtplatzierung leider keine Akzente setzen, da es in vielen Rennen an der Mindestanzahl von Finishern mangelte. Der Stimmung tat das aber keinen Abbruch, da allein die Abwechslung, der Spaß, das „Racefeeling“ im Vordergrund stand.

Bei den Herren verhielt es sich nicht anders. Für den Mey Post-SV Tübingen starteten in der Kategorie „2. Bundesliga“ in wechselnder Aufstellung: Eugen Ruff, Bent Estler,Vincent Schipperges, Valentin Steib, De Witt Wolf, Frank Brunecker, Daniel Hopfes, Fabian Pfitzner & Sean Gallagher.

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Mit dem Endergebnis zeigte man sich zufrieden. Man erzielte den 13. von 69. Plätzen in der Herrengesamtwertung und einen starken 7. Platz von 18. Teams in der 2. Bundesliga.

Die Rennserie wurde vom Veranstalter abwechslungsreich gestaltet und zudem live auf Youtube übertragen. (Wer sich das mal genauer anschauen möchte, einfach „ZTS“ & „Zwift“ in der Youtube-Suchleiste eingeben.) Es gab Rennen mit vielen Höhenmetern (die sich durch die Smart Trainer so authentisch und hart anfühlten, wie wenn man draußen am Berg fährt), Zeitfahrrennen (ohne digitalen Windschatten) und sogar ein Moutainbikerennen, in dem manch einer auf die harte Tour lernen musste, dass die richtige Radauswahl auch auf Zwift von entscheidender Rolle ist.

Das Niveau in der Rennserie war sehr hoch und in der Ergebniswertung konnte eine Sekunde schon mal einen 30-Plätze-Unterschied ausmachen. Im Umkehrschluss heißt das: Auf Zwift lernen TT-Diesel das Sprinten! Gefühlt gesprintet wurde auch am Start jedes Rennens. Gemütlich einrollen? Not going to happen! Werte um die 5/6 Watt/kg für die ersten 5 Anfangsminuten waren keine Seltenheit. Wer hier nicht mitzieht hat das Rennen schon verloren bevor es überhaupt begonnen hat. Man startet also mit Maximalpuls ins Rennen und fragt sich: „Wie soll ich das jetzt noch eine Stunde durchhalten?!“. Doch das Tempo legt sich und das Feld sortiert sich dann in der Regel. Persönliche FTP-Bestwerte wurden trotzdem am Fließband aufgestellt.

Was bleibt zu sagen? Zwift-Rennen sind vielleicht das härteste was viele von uns je erlebt haben. Das Gejammer war nach, vor und vor allem während den Rennen stets groß und trotzdem standen eben genannte Jammerer beim nächsten Rennen wieder an der Startlinie, dankbar, für ein „corona-konformes“ social happening in Zeiten von monotonem social distancing.

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