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Unser gemeinsamer 45. itdesign-Nikolauslauf Tübingen mit 450 Km Hygieneabstand

Mit meiner langjährigen Tübinger Freundin Uta Wessing, die schon seit vielen Jahren in Düsseldorf wohnt, bin ich nicht nur einmal als Zielschlussläufer den Nikolauslauf gelaufen, sondern auch schon ein paar Mal als ganz normale Teilnehmerin und Teilnehmer. Zuletzt sind wir 2018 gemeinsam durchs Ziel gelaufen. Nachdem es 2019 leider nicht geklappt hat, stand für uns fest, dass wir 2020 bei der 45. Auflage wieder am Start stehen werden.

Und dann kam Corona und Alles wurde anders.
Bei unserem letzten Treffen in Tübingen Anfang September haben wir beschlossen, dass wir auf jeden Fall dieses Jahr am virtuellen Nikolauslauf teilnehmen werden. Und wenn er schon virtuell stattfinden muss, dann machen wir es auch richtig virtuell. Gemeinsam, zeitgleich, nebeneinander, aber mit 450 Km Hygieneabstand.

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Wie soll denn das funktionieren?

Im Grunde genommen ganz einfach. Samstag, den 5. Dezember 2020 15:00 Uhr:
Uta steht in Düsseldorf am Rheinufer (Strahlender Sonnenschein 6 Grad) und ich stehe in Tübingen -NEIN nicht etwa am Neckarufer-, sondern auf Waldhäuser Ost kurz vor der Tankstelle, dort, wo unter normalen Bedingungen der Start- Zielbereich aufgebaut worden wäre (Leichter Schneematsch und Nebel 1 Grad). Wir legen jeweils unsere Headsets an, öffnen mit unseren Smartphones eine gemeinsame Videokonferenz, stellen die GPS Uhr bzw. die LaufApp auf Distanz und Pace und dann beginnt unser 45. itdesing-Nikolauslauf Tübingen.

Den ersten Kilometer sind wir völlig mit der Technik beschäftigt. Ständig gleichen wir die gemeinsame Pace ab und schauen auf unsere Smartphones. Das mit der Videokonferenz funktioniert sehr gut bei einem gemütlichen gemeinsamen virtuellen Spaziergang, aber nicht beim Laufen. Uta und ich schalten die Videoübertragung ab und belassen es bei einer Audiokonferenz. Nach zwei weiteren Kilometern kommen wir langsam in den „Flow“. Die Pace passt und mit ein wenig Phantasie werden aus den 450 Km, welche uns trennen, gefühlte 45 cm. Als ob Uta, Schulter an Schulter, neben mir in Tübingen laufen würde bzw. als ob ich direkt neben ihr in Düsseldorf am Rheinufer laufen würde.

Bei ca. Km 8 passiert dann das, was einem in Tübingen auf dem Planweg auf WHO beim Laufen passieren muss. Es kommt mir ein befreundetes Ehepaar entgegen, welches mich schon von Weitem anspricht, was ich denn da mit Startnummer und Selbstgesprächen mache. Uta muss in Düsseldorf kurz anhalten und ich erkläre meinen Bekannten, dass wir gerade gemeinsam den virtuellen Nikolauslauf laufen. Wir schalten kurzfristig die Videokonferenz wieder ein und meine Freunde sehen das Düsseldorfer Rheinufer bei Sonnenschein auf dem Display meines Smartphones. 
Aus Ungläubigkeit wird Faszination!

Wir verabschieden uns und laufen nach weiteren 2 Km gemeinsam ins Ziel. Nun wird uns schlagartig wieder die Distanz bewusst. Kein gemeinsames „High Five“ und sich in den Arm nehmen im Ziel. Kein Teetrinken und kein, von freundlichen Helfern dargereichtes, Rosinenbrötchen miteinander essen. Eben noch gefühlte 45 cm Abstand fühlen sich plötzlich wie 4.500 Km Abstand an.

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Unser Fazit:
Es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Wir sind schon am überlegen, ob wir zu Neujahr nicht einen virtuellen gemeinsamen Neujahrslauf durchführen werden. Aber für 2021 und alle folgenden Jahre wünschen wir uns einen ganz normalen Nikolauslauf. Mit Startnummernabholung und Läufermesse, mit der üblichen Startnervosität im Startblock, der Musik und den Sprechern im Start- Zielbereich, mit Startschuss aus einer Platzpatrone, mit Zuschauern an der Strecke und ganz besonders mit einem „High Five“ und sich in den Arm nehmen im Ziel.

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